Kuschelige Felldecke und Fellkissen mit Buch und Teetassen innen auf SItzfensterbrett vor verregnetem Fenster

Stress loslassen

„Hug the moment“

Chronischer Stress verstärkt negative Gefühle und ist sogar in der Lage, das Gehirnvolumen zu verkleinern. Zwei weitere gute Gründe, um sich mehr Zeit für Pausen einzuräumen, sich zu erholen, zu spielen, sich zu bewegen oder öfter einmal nichts zu tun.

Den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, ist natürlich erst einmal wichtig, um nach Pausenzeiten körperlich wieder fit zu sein. Beim Schlafen, Träumen, Bücher lesen, Spazieren-gehen oder Spielen geschieht aber noch mehr:

In der Ruhe verarbeiten wir auch seelisch unsere Erlebnisse. Und das braucht manchmal etwas mehr Zeit. Ähnlich wie nach dem Aufräumen, fühlen wir uns erst dann innerlich richtig geklärt. So sind wir wieder offen für neue Herausforderungen.

Keinesfalls erreichen wir diesen Zustand dadurch, dass wir immer neue Anforderungen über halb verarbeitete Erlebnisse schütten. Auch nicht durch den Versuch, uns bei einem vollen Terminkalender oder dauerhaft stressigen Situationen über längere Zeit nur durch den Nachtschlaf erholen zu wollen.

Nährende Pausen – auch viele kurze – erlauben Reflexion, führen zu innerer Klarheit und setzen die Dinge wieder in Relation. Wir können positivere Gedanken denken – eine wichtige Voraussetzung, um das Leben zu genießen. Viele Menschen kennen diesen Zustand nur vom Urlaub. Und auch da stellt er sich oft erst nach Woche Nr. 2 ein. Solange brauchen wir, um überhaupt erst einmal ein paar Gänge zurückzuschalten.

Du hast keine Zeit dafür? Kein Geld, keine Geduld? Du denkst, es geht nach hinten los?

Erinnere dich daran, dass du wertvolle Energie tankst. Auf diese Weise beugst du einem Burnout vor. Und Ausgebrannt-sein, das ist noch viel mehr Stress. Fange mit kleinen Dingen an.

Abschalten und auftanken

Dir bewusst Pausen einzurichten, nichts zu tun oder zu spielen geht viel leichter und macht mehr Spaß, wenn du weißt, was dir wirklich gut tut und was dich nährt. Kannst du das sagen?

Weißt du, was du tun oder lassen kannst, um nach anstrengenden Tagen oder Phasen wieder neue Kraft, Lebensfreude und Zuversicht zu spüren? Das ist gar nicht so üblich, wie es vielleicht wirkt. Den meisten Menschen fällt es nämlich weitaus leichter, zu sagen was sie nicht mögen.

Wie immer beginnt es damit, sich selbst überhaupt erst einmal zu beobachten und eine Bestandsaufnahme zu machen:

  • Was ist alles schon da? Was kennst du schon gut?
  • Wenn du einige Tage komplett frei hast, was tust du dann?
  • Kennst du Orte, an denen du besonders gut auftankst?
  • Magst du Stille? Magst du Bewegung oder kreatives Schaffen?
  • Brauchst du mehr Zeit für Treffen mit Freunden oder für die Familie? Sportliche Betätigung oder Waldspaziergänge? Die Werkhütte, den Malblock oder eine Zuckerbäckerei?

Erst wenn du Ideen hast, die dich inspirieren, wirst du sie in die Tat umsetzen. Es lohnt sich auch, klein anzufangen. Jedes bisschen ist eine Verbesserung.

Mehr wird es von allein, wenn du einmal begonnen hast und die ersten guten Effekte sich einstellen. Wenn Geist und Körper ausgeruht und geklärt sind, verfügst du über viel mehr Tatkraft und Ausdauer. Und Tätig-sein, das ist dann ebenso schön wie Ruhe.

Good news:

Auch nach längerem Stress ist nicht alles zu spät. Untersuchungen belegen, dass Meditation und Achtsamkeitsübungen die Gehirnzellen wieder aufbauen. In tiefer Entspannung hört der Geist für eine Weile auf, sich mit der Vergangenheit oder der Zukunft zu beschäftigen. Er lässt das Planen sein und grübelt nicht über Vergangenes. Statt dessen werden Empfindungen und Körpergefühl wohltuend präsent – hug the moment.

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