So wie Virginia Satir sich als „Familiendetektivin“ gesehen hat, fühle ich mich oft wie eine „Seelendetektivin“. Mich nerven unzureichende Antworten und ich finde immer, dass die Idee, bzw. das Konzept der Therapie generalüberholt werden müsste, da es auf Pathologien zugeschnitten ist und nicht vom gesunden Menschen ausgeht.

Allgemein wird die Psyche oft nur dann wahrgenommen, wenn etwas nicht klappt! So gehen viele Leute auch mit ihrem Körper um. Genau wie der Körper ist sie aber immer da. Und nicht im negativen Sinne, sondern Körper und Psyche sind ein Tempel der Fülle! Das begeistert mich und ich nehme das Potenzial, diese Fülle zu erleben, bei jedem Menschen wahr – ebenso wie die Schutzhaltungen und Anpassungsstrategien, welche Menschen von dieser Fülle trennen.

Durch Selbstheilung und bei der Arbeit mit meinen Klient:innen erlebe ich fortwährend, dass so unendlich viele Gefühle erfahren werden können, von denen man vorher schlicht nichts wusste.

Dass die ganzen Gefühls-Qualitäten gar nicht erfahrbar sind, wenn man die Welt aus dem Leid heraus betrachtet und interpretiert, ist so essentiell wichtig für Menschen zu wissen. Und eben nicht so leicht zu ereichen.

Wenn ich das in meiner Arbeit vermitteln kann, dann freut mich das außerordentlich. Wenn einzelne Menschen mit sich im Frieden sind – und sei es nur eine Person mehr als vorher – heilt auch unsere Gesellschaft ein bisschen mehr und so auch unserer Planet.

Das ist für mich auch eine politische Angelegenheit: Wer glücklich und zufrieden ist und im eigenen Körper wohnen kann, bekommt mit, was in der Realität passiert, braucht keine Scheuklappen, ist unabhängig, lässt sich nicht manipulieren oder verführen, kann Spannungen und Schmerz besser ertragen, hat Wahlmöglichkeiten, kann seinem Willen folgen und ist naturgemäß umsichtig, sowohl mit sich und anderen Menschen, als auch mit der Umwelt.


Neben meiner Arbeit in der Coachingpraxis bin ich künstlerisch tätig als Musikerin, Sängerin, Autorin und neuerdings auch Malerin/ Illustratorin. An der Kunst begeistert mich eine ähnliche Neugierde und mich treibt derselbe Forschergeist um.

Aus dem Nichts etwas zu formen und so lange zu feilen, bis es der – im Prozess wachsenden – Vision ähnlich ist, aber eben doch nicht die Vision selbst ist, sondern ihre materielle Ausprägung, das ist einfach großartig und unendlich.


Studium und Ausbildungen

In meiner eigenen Coaching-Praxis bin ich seit 2006 tätig und habe seitdem über 6.000 Coaching Stunden gegeben. Mein Studium und wichtigste Ausbildungen:

  • aktuell bis 12/ 2020 Fortbildung in der Anliegenmethode zur Selbstbegegnung (IoPT) bei Catherine Xavier
  • 2008 – 2010  Ausbildung zur systemischen Beraterin nach V. Satir bei Antje Baubkus, Praxis für systemische Beratung, Familientherapie und heilende Naturerfahrungen.
  • 2005 – 2006  Ausbildung in schamanischen Heilweisen bei Dipl.-Psych. Kornelia Wulf
  • 2004 – 2005  Fortbildung zum NLP Practitioner bei cf-komm, Claudia Forchner und Barbara Walther
  • 1996  Diplom-Psychologin, FU Berlin,
    Schwerpunkt klinische Psychologie

Über meinen Weg:

Meine Coaching-Ausbildungen waren durchzogen von meiner eigenen Neugierde, von der Sehnsucht nach Selbstheilung und von der Suche nach einer Methode, die schnell und zutreffend ist, bereichernd, tief gehend und leicht, ehrlich, berührend und distanziert, humorvoll und auf Augenhöhe. Um mich dem anzunähern, bin ich folgenden Weg gegangen:

Psychologiestudium

Im Studium waren meine Schwerpunktthemen Schlaf, Traum und das Unbewusste, innere Bilder, Kreativität und intrinsische Motivation sowie Identität und Persönlichkeit. Die Untersuchung der Wirkungsweisen und Anwendungsmöglichkeiten von inneren Reisen, entspannenden Alpha-Zuständen, imaginativen Verfahren, Trancephänomenen und Flowzuständen wurde mir ermöglicht durch die mehrjährige Begleitung von Professor Dr. Eckhard Neumann, bildender Künstler, Kunsthistoriker, Kunstpädagoge, Diplom Psychologe und Hypnose-Therapeut.

NLP

In dem anschließenden neunmonatigen NLP-Training wurde mir praktisches und vielseitiges Handwerkszeug vermittelt, um mich selbst und andere Menschen besser zu verstehen und empathischer zu kommunizieren. Durch das Studium war ich bereits vertraut mit den Ansätzen der Gestalttherapie von Fritz Perls, der Hypnotherapie von Milton Erickson sowie der systemischen Familientherapie nach Virginia Satir. Diese Kenntnisse konnte ich während der Ausbildung vertiefen, anwenden, korrigieren und verfeinern.

Schamanische Heilweisen

Mir fehlte anschließend eine größere Dimension. All das Wissen und alle Techniken waren wertvoll, nur viel zu fragmentiert. Ich brauchte etwas, das weiter in die Tiefe, in die Höhe, in die Vergangenheit und in die Zukunft reichte. Etwas, das all diese Fragmente umfassen konnte. Deshalb machte ich eine Fortbildung in schamanischen Heilweisen nach der Tradition von Black Bear (Cherokee). Hier lernte ich spirituelle Gesetze kennen und bildete gute Wurzeln aus, um meinen Geist in andere Dimensionen reisen zu lassen. Dabei entwickelte ich ein ganz neues Verständnis vom Leben und lernte, Menschen mehr mit sich selbst in Einklang zu bringen.

Anmerkung: Inzwischen wende ich reine schamanische Interventionen selten und mit viel Bedacht an. In den letzten Jahren habe ich immer mehr erfahren, in welch hohem Maße ein starkes und gesundes Ich die Basis für jegliche Form von Wohlbefinden, Schutz, Glück, Fülle, Liebe und Entfaltung ist. Dennoch kann die Spiritualität für eine Zeit eine Brücke zur Ich-Stärkung sein, sofern sie sich nicht als Lösung präsentiert. Sie kann ganz überraschend das Zauberwort liefern, welches ins Stocken geratene Prozesse in Gang setzt und sie ruft oft verblüffende Synchronizitäten hervor. Ich nehme sie als Poesie, Schönheit, Humor und sicherlich als Erdung wahr. Für das Wiedererleben und Verarbeiten von verdrängten Gefühlen bietet sie meiner Meinung nach keinen geeigneten und vor allem nicht den sicheren Rahmen, den es dazu braucht. In Verbindung mit therapeutischem Wissen sind die Kenntnisse und Erfahrungen mit diesem ausgebildeten siebten „Energie-Sinn“, für mich und meine Arbeit jedoch äußerst wertvoll. (2/ 2020)

Systemische Beratung nach V. Satir

Meine Ausbildung zur systemischen Beraterin nach Virginia Satir dauerte zweieinhalb Jahre. Sie fand in mehreren Blöcken im Wald statt. (!) Dort liefen die Inhalte der anderen Ausbildungen bereits zusammen und das Ganze hob sich auf ein neues Niveau. Wir lernten, in der Biografie erworbene, einschränkende Muster bei uns und anderen Menschen zu erkennen und zu lösen. Wir erhielten Tools, um tief im Unbewussten verkapselte Themen und die Energie darin zu befreien und sie ins Leben zu integrieren. Tools, um alte Identifikationen loszulassen, immer mehr zu sich selbst zu finden und diese Erfahrung weiterzugeben.

Die Mischung meiner Ausbildungen sowie die Jahre der Praxis-Erfahrung sind im Laufe der Zeit zu einer eigenen Methode geworden. Sie ist ein sicherer Boden, der es mir erlaubt, offen zu sein, mir kein Bild zu machen, mich zurückzuhalten und doch zielgerichtet zu arbeiten – denn genau in diesem Rahmen können sich die Selbstheilungskräfte entfalten und aktiv werden. Gleichzeitig wachse ich selber und bilde mich permanent weiter. Alles, was ich lerne und erfahre, fließt laufend in die Arbeit ein.

Anliegenmethode zur Selbstbegegnung IoPT

Aktuell befinde ich mich in Fortbildung in Identitätsorientierter Psychotraumatherapie. Ich habe während der letzten Jahre festgestellt, dass sich die Arbeit bei manchen Themen oder bei Personen, die ich begleitet habe, ab einem bestimmten Punkt im Kreis gedreht hat. Daher wusste ich, dass ich wieder bei mir selbst gucken und etwas Neues lernen muss und will. Ich bin sehr froh, in der Anliegenmethode ein kraftvolles Werkzeug gefunden zu haben, das meinen bisherigen Methoden sehr nahe ist, sie wundervoll ergänzt und mir vor allen Dingen erlaubt, mit Trauma zu arbeiten. Demnächst folgen mehr Informationen dazu.

Ausführlichere Informationen zu meiner Arbeitsweise finden Sie bei meinem Arbeitshintergrund und Coaching-Methoden.